Die Brennnessel (Urtica dioica) gehört zu den bekanntesten heimischen Wildpflanzen. Sie wird seit Jahrhunderten traditionell genutzt und enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe wie Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.
🌿 Steckbrief
Botanischer Name
Urtica dioica
Pflanzenfamilie
Brennnesselgewächse (Urticaceae)
Herkunft
Die Große Brennnessel ist in Europa, Asien und Teilen Nordamerikas verbreitet. Sie wächst häufig an nährstoffreichen Standorten wie Waldrändern, Gärten und Wegen.
Verwendete Pflanzenteile
Blätter, junge Triebe, Samen und Wurzeln
Saison
Frühling bis Herbst (junge Blätter besonders im Frühjahr)
🧪 Nährwerte
Kalorien: 42 kcal
Eiweiß: 6.5 g
Fett: 0.7 g
Kohlenhydrate: 3 g
Ballaststoffe: 3.8 g
💊 Vitamine
Vitamin A (0,4 mg)
Vitamin B1 (0,2 mg)
Vitamin B2 (0,15 mg)
Vitamin B3 (0,8 mg)
Vitamin B5 (0,3 mg)
Vitamin B6 (0,15 mg)
Vitamin B7 (0,0005 mg)
Vitamin C (330 mg)
Vitamin E (0,8 mg)
Vitamin K
⚗️ Mineralstoffe
Calcium (710 mg)
Chlorid (150 mg)
Eisen (4 mg – getrocknet ca. 32 mg)
Kalium (470 mg)
Magnesium (80 mg)
Phosphor (135 mg)
Schwefel (40 mg)
Silizium
🌱 Sekundäre Pflanzenstoffe
Flavonoide
Carotinoide
Chlorophyll
Phenolsäuren
🔬 Wissenschaftlich untersuchte Eigenschaften
Die Brennnessel enthält verschiedene bioaktive Pflanzenstoffe, die in wissenschaftlichen Untersuchungen betrachtet werden. Dazu zählen unter anderem antioxidative Eigenschaften sowie mögliche Einflüsse bestimmter Inhaltsstoffe auf Stoffwechselprozesse.
Die Forschung untersucht insbesondere Extrakte aus Blättern und Wurzeln. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach verwendetem Pflanzenteil und Zubereitungsform.
🌿 Traditionelle Verwendung
Traditionell wird die Brennnessel in der europäischen Pflanzenkunde unter anderem als Bestandteil von Kräutertees und als Lebensmittel verwendet. Junge Blätter können ähnlich wie Spinat verarbeitet werden.
⚠️ Hinweise & mögliche Risiken
Bei empfindlichen Personen können unverarbeitete Brennnesselblätter Hautreizungen verursachen. Bei der Verwendung als konzentrierte Präparate oder bei bestehenden Erkrankungen sollte auf mögliche Wechselwirkungen geachtet werden.
📚 Quellen
Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
European Medicines Agency (EMA) – pflanzliche Monographien
Fachliteratur zu Urtica dioica